Resümee DEKT 2007

Juni 21st, 2007 at 18:09 (Ganz ich selbst...)

Heute gibt es endlich die Zusammenfassung meiner Erlebnisse auf den 31. Deutschen Evangelischen Kirchentagen 2007 in Köln. Oder sollte ich lieber Erzählung/Kurzgeschichte sagen?

Meine Schwester wollte sowieso hinfahren und hatte im Rahmen ihrer Gemeindearbeit zusammen mit dem Jugendreferenten Stefan, ihrer besten Freundin sowie zwei Kindern aus ihrer Circusgruppe einen Auftrittstermin.

Nach langem Überlegen habe ich mich entschlossen auch mit zu fahren – Lou schwärmt mir heute noch von den Kirchentagen 2005 in Hannover vor! Sobald ich mir sicher war mitzufahren, wurde das Programmheft gewälzt. Wenn das mal so einfach wäre! Soooooo viele Angebote, da weiß man gar nicht, was man zuerst gucken will. Dazu kam noch, dann ich nicht wusste, wann mein Zusje ihren Auftritt hatte, den ich natürlich auf keinen Fall verpassen wollte. Wie schon erwähnt, hatte ich mir ja ein grobes Programm zurecht gelegt. Aber Pläne macht man ja bekanntlich, um sie wieder zu verwerfen. So war zum Beispiel geplant, dass ich am Dienstag nach hause kommen würde um am Mittwoch gemeinsam mit den anderen im Bus nach Köln zu düsen. Was dazwischen kam? Dass meiner einer noch etwas zu beduselt war, um früh aufzustehen und später lieber noch mit Studienkameradinnen feiern war…

Und der Rest der Pläne? Abfahrt in Bielefeld mit Stefan, seinem Sohn, Lou und Leni war mit kleiner Verspätung, dann Stau auf der A1 – Ankunft Köln/Bilderstöckchen gegen 18:30h, Anmeldung und Einzug in das Joseph-DuMont-Berufskolleg, Turnmatten vom Autodach nach Raum A 004 schaffen („MatT/He ist gut für den Kopf!“ :D ) und dann auf, Richtung Innenstadt. Natürlich waren wir viel zu spät zum Eröffnungsgottesdienst (17:30h), aber wir konnten uns noch ein paar schöne Stunden am Abend der Begegnungen machen. An dem Abend sind auch einige Aufnahmen entstanden. Später sind wir dann noch mit dem Rest der Gruppe zusammengetroffen, den beiden Mädels und ihren Eltern.

Tag 2, Donnerstag. Um 13h und 17h sollten die Auftritte der Vertreter des Circus „Rêves des enfants“ in den Messehallen auftreten. Also, Matten wieder aufs Auto, die starken Männer mit den Utensilien vorgeschickt, ich mit Kindern und Müttern mit der S-Bahn hinterher. Vor dem Messegelände haben wir dann noch das letzte versprengte Mitglied unser Gruppe getroffen – Lenis Bruder, ebenfalls in der Jugendarbeit unsrer Gemeinde tätig und früher mal mein bester Freund – Anna ohne Jo und Jo ohne Anna war damals wohl kaum denkbar :) Nun ja, andres Kapitel.
Nach dem Aufbau war genug Zeit sich zu langweilen, jedoch nicht genug, um wirklich etwas zu unternehmen. Prima Gelegenheit, um es sich vor den Messehallen auf dem Boden bequem zu machen und zusammen mit Jonas einen (Musik-)Plan für Freitag auszutüfteln. Nach der ersten Aufführung (die übrigens beeindruckend war) haben wir uns mit den kleinen Schwestern auf die Suche nach 1. etwas essbarem und 2. Unterhaltung gemacht. Ersteres ließ sich nach einigem Suchen finden, für Zweiteres haben wir schließlich selbst gesorgt: eine Runde Kopfstand auf der Wiese bitte! Meine Jeans hat es mir mit einer aufgeplatzten Naht gedankt. Zum Glück gab es ja die schönen orangefarbenen Kirchentags „Uniformierungsschals“ (Wortschöpfung von Stefan, der sich seit Jahren weigert, einen zu kaufen, geschweige denn zu tragen) Da sowieso jeder, der ihn nicht am Handgelenk, in den Haaren, um den Hals oder am Rucksack verknotet träg, ihn um den Bauch bindet, fällt man nicht weiter auf…
Aufführung 2 verlief ebenfalls reibungslos, danach Abbau und Beladen des Autos. Ich wollte danach so schnell wie möglich zu den Poller Rheinwiesen aber eine Gruppe von 13 Personen auf den Weg zu bringen – normal braucht man ca. 30 Minuten, das Auto war etwa gegen 17:45h bepackt, auf den auf dem Konzertgelände kamen wir so um viertel vor 8 an -_- Nach vorne zur Bühne war kein Durchkommen mehr, hinten hatten wir nicht so viel davon, die Stimmung war mehr vorne. Und nach einer Stunde wollte der Rest der Gruppe schon wieder fahren ;( Da hatten wir also nicht so viel von.
Tag 3, Freitag. Punkt 1 der Tagesordnung: Modern Rock Show, beginn 10:30h. Über den Haufen geworfen zugunsten einer Jugendcircusaufführung auf dem Roncalliplatz zwischen 11:30h und 12h. Womit auch Tagesordnungspunkt 2 hinfällig war, da wir niemals bis dahin kommen könnten in der verbliebenen Zeit. Also Alternativprogramm rausgesucht. Crossoverkonzert im Gemeindesaal der Pauluskirche. Etwas außerhalb gelegen. Wir hätten uns nur nicht träumen lassen, dass es SO außerhalb ist! Ankunft mit 20 Minuten Verspätung, der Saal war klein, schlecht belüftet und rappelvoll. Also das ganze auf der Wiese vor dem Fenster genossen. Bis wir wieder in der Stadt waren und wieder mit den anderen zusammen getroffen sind war es schon fast Zeit für den letzten Punkt. Das einzige, was ich geplant und auch ausgeführt habe: EileenQ, Irish Folk Rock. Jo war auch Feuer und Flamme, also waren wir um 20h in der Rheinhalle2. Es war der HAMMER!!! Keine halbe Minute und der Saal tobte! Die Stimmung war bombastisch, die Musik zum tanzen, hüpfen und Spaß haben animierend. Ich hatte noch Tage später Muskelkater in den Waden, dass ich kaum die Treppe herunter gehoppelt kam :)
Tag 4, Samstag. Meine Überlegung war, heute endlich an einem Taizé-Gebet teil zu nehmen, obwohl ich mir immer noch nichts genaues darunter vorstellen kann. Aber es soll toll sein. Und wenn man doch die Möglichkeit hat… Oder eben auch nicht. Abfahrt an der Schule um kurz nach 9h, Richtung Bürgerhaus Stollwerk. Dort sollten wir mit einer größeren Gruppe Eckardsheimer zusammentreffen die extra für eine Aufführung ihres integrativen Theaterstückes „scharfe Schnittchen für Schneewittchen“ angereist kam. Eine der Schauspielerinnen: meine Schwester. Da bleibt man natürlich. Aufbauen, Kindern die Haare einflechten, dann war auch schon die Aufführung. Im Ansatz sehr gut, absolut schwarz und kritisch, an der Ausführung blieben jedoch einige Wünsche offen – stellenweise sehr langatmig. Bis dann endlich alles wieder verpackt und der Reisebus die Ausfahrt frei gemacht hatte haben Lou, Stefan und ich uns erst mal auf die Suche nach etwas Essbarem gemacht. Leni und Jo waren den Abend mit ihren Eltern unterwegs und die anderen schon auf dem Weg nach Bielefeld. Nach dem Abendessen machten wir uns noch mal in Richtung Innenstadt auf. Aber es war einfach schon zu spät. Gute Musik war nur noch auf dem Roncalliplatz zu hören, aber der war wegen Überfüllung gesperrt, wie uns die netten Schilder der Pfadfinder mitteilten. Überhaupt, die Pfadis. Wo in alles Welt haben die bloß so viele von der Sorte aufgetrieben? Womit die Stadt noch überfüllt war, war mit Junggesellenabschiedsgesellschaften. Mindestens 7. Allein was uns nebenbei aufgefallen ist. Nachdem wir nichts gefunden haben, was uns zum Bleiben animiert hätte (die ersten Bühnen wurden auch schon abgebrochen) beschlossen wir, uns zur Nachtruhe zu begeben. Also eine Bahnstation gesucht, die von der Linie 13 bedient wurde. Kurz nachgedacht – ja genau, den Kindern wurde eingeschärft, die richtige Richtung ist Sülzgürtel. Warum nicht die andere Richtung, die wäre 5 Minuten früher gefahren? Nun ja, macht nichts wir können uns auch so die Zeit vertreiben. Während ihrem Sozialpraktikum hat meine Schwester ein schönes Schlaflied gelernt, dass sich wunderbar mit einer 2ten Stimme anhört. Also muss ich die Melodie und den Text lernen. Als die Bahn kam saß schon der erste Teil, die Strophentexte leidlich. Etwas später konnte ich dann auch den zweiten Teil, da stand dem 2-Stimmigen Gesang ja nichts mehr im Weg. Oder doch? „Du musst höher singen, ich kann die 2te Stimme nicht so tief singen!“ Und ich die 1te nicht höher! Ok, Anna muss auch die 2te lernen. Und nicht durcheinander kommen! Zeit genug blieb ja als wir in Köln-Sülzgürtel waren und nicht an der Escherstraße vorbei gekommen waren. Die Richtung zu wissen ist ja schön und gut, nur sollte einem bewusst sein, auf welcher Seite der Zielhaltestelle man sich befindet.
Nach einer kurzen Nacht wurde Sonntag früh die Schule geleert. Eine Weile lang haben wir noch überlegt, zum Abschlussgottesdienst wieder auf die poller Wiesen zu fahren, jedoch kommt man wohl mit dem Auto nicht mal in die Nähe, die Fahrt dauert gut eine dreiviertel Stunde, wir sind alle müde und kaputt und nach dem Gottesdienst werden alle Autobahnen dicht sein. Also haben wir uns dann auf dem Heimweg gemacht.
Fazit des Kirchentages: Es war voll, heiß, anstrengend und super schön. Aber beim nächsten Mal (denn ich bin sicher dass es ein nächstes Mal für mich geben wird) muss ich unbedingt schon frühzeitig an das Programm kommen und werde mir auf jeden Fall einen besseren und vor allem realistischern Plan machen. Was ich nämlich auch verpasst habe war das Fools-Garden-Konzert auf dem Heumarkt am Samstag. Und um die interessanten Podiumsdiskussionen habe ich mir im Vorfeld auch weniger Gedanken gemacht. Also: Planung ist alles! Oder eben auch nicht :)

1 Kommentar

  1. Lady Alanna said,

    Juni 26, 2008 at 01:09

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