Ich so, er so
Eigentlich ist Bus und Bahn fahren ja schon ziemlich lustig.
Gestern an der Bushaltestelle. Vermutlich deutschstämmige Mutter zu ihrem etwa vierjährigen Kind: „Du sagst dem Paul doch auch wenn er dir wehtut und mir auch. Warum sagst du bei Arzt nichts? Wenn Arzt dir wehtut!“
Aua, das tut weh! Wenn ich kurz erläutern dürfte – im Deutschen gibt es Nomen (Hauptwörter) wie beispielsweise Hund, Schrank oder auch Arzt. Diese Nomen erfordern für gewöhnlich ein Pronomen (Fürwort) wie der, die und das, welches, wie der Name schon sagt (pro, lat.: vor/für) vor einem Nomen zum Einsatz kommt. Dagegen gibt es noch Eigennamen wie Sybille, Karl oder Gustaf welche nicht unbedingt ein Pronomen erfordern.
Wobei mir hier zu dagegen gar nichts mehr einfällt:
Gleiche Stadt, anderer Bus. Ein junges Mädchen, ca. 17 zu ihrer Freundin: „Und er so: ja, ähm… und ich so: ja, hmm… und er so: ja,… und ich so: ja, öhm… und er so…“
Ja, ich weiß, einigen ist es nicht so gegeben mit Worten zu variieren, aber das ging ungelogen 20 Minuten so durch! Komisch, dass die zwei (er und sie) offensichtlich eine heftige Diskussion geführt hatten und trotzdem jeden Satz mit „Ja“ begann.
Leider kann man so etwas den Leuten ja schlecht sagen. Aber manchmal würde ich gerne wenn ich sie so reden höre. Und lustig wäre es auch
(wenn es nicht gefährlich wäre *seuftz*)

