Alles, aber auch wirklich alles was man je über Kinder und filmen gehört hat ist wahr! Ich hatte das Gefühl, da wären mindestens 500 Kinder um mich herum gesprungen. “Was ist das?” “Darf ich auch mal?” und “Pfoten weg!” - so ging das die ganze Zeit. Entsprechend fühlt sich mein Kopf an. Ich muss ins Bett.
…ich möchte Ihnen gerne zwei-drei Fragen stellen. Haben Sie eben eine halbe Minute Zeit? Was halten Sie vom Angebot des öffentlichen Nahverkehrs in Bielefeld?
Wer am Montag in Bielefeld unterwegs war konnte zwischen 15h und 18h einer jungen, Mikrofon wedelnden Lady nebst Kamera- und Tonmann begegnen. Vor mir war keiner sicher! Und nachdem die erste Scheu überwunden war, hat es auch super viel Spaß gemacht, das wöchentliche Format “Frage der Woche” aufzunehmen. Zumal ich ja wusste, dass ich glücklicherweise nicht mit im Bild war. Sowas nennt man dann auch “ins kalte Wasser schmeißen”. Ja, der Kanal sieht sich selbst ja auch als Erprobungskanal. Und wer in Bielefeld wohnt und außerdem Kabelfernsehen zu Hause hat kann sich das Ergebnis nächsten Montag gegen 18h ansehen. Alle anderen haben leider Pech gehabt. Ich auch , ich muss mir dann später das Archivmaterial auf DVD reinziehen.
Und – ja, die Frage ist vielleicht nicht besonders kreativ, aber uns ist innerhalb von 10 Minuten nichts besseres eingefallen. Falls jemandem plötzlich etwas einfallen sollte, was er/sie schon immer mal von den Bielefeldern wissen wollte bin ich für jede Anregung dankbar, da ich wohl auch die nächsten Wochen für das Projekt mitverantwortlich sein werde. Wichtigste Bedingung: keine Ja/Nein-Fragen.
Um das “vor der Kamera stehen” bin ich leider dann doch nicht herum gekommen, so bin ich denn Montag bis Mittwoch von 18h – 19h als Ansagemoderatorin zwischen den einzelnen Sendungen zu sehen. Ich weiß jetzt, warum der Sender immer mal neue Praktikanten braucht, von den anderen schlägt sich nämlich keiner drum. Nun ja, während der Aufnahme ist das ja alles nuch lustig (besonders wenn man sich zum 100ten Mal an der gleichen Stelle im Text verhaspelt). Aber sich dann selber auf dem Bildschirm zu sehen (und zu hören) ist irgendwie schon ein sehr seltsames Gefühl. Und hätte mir nicht morgens, als ich vor dem Kleiderschrank stand jemand sagen können, dass sich dunkelbraune Bluse und schwarze Jeans nicht besonders gut vor dunklen Bäumen machen? Das gibt nämlich eine sehr düstere Atmosphäre…
Wusstet ihr übrigens, dass man auf Höhe des Jochbeins Muskelkater bekommen kann? Versucht mal eine halbe Stunde lang laut vorzulesen – mit zwischen die Zähne geklemmten Korken! Das nennt sich dann “Sprechtraining” – unabdingbar für alle angehenden Moderatoren. Aber auch gut für alle anderen mündlichen Vorträge (und Prüfungen). Ich weiß schon warum ich bisher immer hinter der Kamera stand!
Irgendwie ist es mir nicht gelungen, die vergangenen Ereignisse direkt nieder zu schreiben, dabei sind ja doch ein paar Dinge zu berichten. Erst einmal hatte ich ein wunderschönes Pfingstwochenende in Osnabrück um auf das süßeste Baby überhaupt aufzupassen. Leider habe ich mich (bei strahlendem Sonnenschein) ganz schön erkältet
Am Freitag habe ich mich dann mit einer ehemaligen Klassenkameradin getroffen, meiner “Mathe-Nothilfe” ohne die ich gnadenlos durchs Abitur gerasselt wäre und die ich seit Ewigkeiten nicht gesehen habe. Warum macht man sowas eigentlich nicht öfter?
Ja, und am Dienstag, als ich eben dachte ich sterbe (wie können die Nebenhöhlen nur so zu sitzen??) rief Derjenige an, der beim Offenen Kanal 21 in Bielefeld für die Praktikanten zuständig ist. Und hat mich sprachlos werden lassen – was bei meinem Mundwerk schon eine Leistung ist Und so bin ich jetzt seit (vor-)gestern Vollzeitpraktikantin und freu mich wie toll!
Und zu guter Letzt noch eine kleine Impression vom Pfingstwochenende. Leider war die kleine Prinzessin schon ziemlich müde und wollte uns partout nicht ihr herzallerliebstes Lächeln zeigen. Das kam dann erst später wieder zum Vorschein.
So, nun aber endlich in die Waagrechte, schließlich gehöre ich jetzt nicht mehr zum nichtarbeitenden Volk *Joepie!!*
Jeden Tag ist der Himmel in Kombination mit der Sonne dazu in der Lage uns ein wunderbares Farbenspiel zu präsentieren. Im Zusammenhang mit unterschiedlichen Kulissen können da grundverschiedene Ergebnisse bei herauskommen. Zeig mir also deinen Sonnenuntergang. Ich bin auf Dein persönliches Farbenspiel sehr gespannt.
Ich bin ja momentan sehr im Rückstand mit meinen Beiträgen. Und was ich bei den anderen Teilnehmern so sehe sind wunderschöne Sonnenuntergänge. Aber ich bin ja für einen kreativen Ansatz. Und nachdem die erste Idee einer, in der Badewanne ertränkten Sonnenblume, aus Mangel einer solchen zu dieser Jahreszeit verworfen wurde, haben wir (Mary-Lou und ich) also die Sonne im Bullerbach versenkt. Und der Liedtitel (erst später gefunden) passt ja wohl wie die Faust aufs Auge
Und hier sind wieder die anderen Beiträge zu bewundern.
Für gewöhnlich landen Spam-Mails bei mir ja gleich im Papierkorb. Aber letztens erregte doch eine Betreffzeile meine Aufmerksamkeit:
Laute Kinder? Geben Sie Ihnen ein kleines TV-Geraet mit DBV-T
Wie arm ist das denn bitte? Mal abgesehen davon, dass das “Ihnen” in diesem Fall klein geschrieben würde (es ist ja keine persönliche Anrede sonder bezieht sich auf die Kinder), wer meint, das wäre die Lösung sollte erst gar keine Kinder in die Welt setzten. Kinder müssen laut sein und das auch dürfen. Wo bliebe denn sonst der Reiz, Kind sein zu dürfen? Kinder sind laut, machen Dreck und veranstalten Chaos wo immer sie einen Raum betreten. So gehört sich das.
Und dann der Werbetext: TV im Schwimmbad, TV bei der Arbeit, TV beim Camping, TV beim Sport, TV beim Fussballspiel, TV immer und wo man will. Na, schönen Dank auch. Mich nervt ja schon die ständige Dudelei aus den mobilen Telefonen. Und beim Fußball (schreibt man übrigens mit “ß”, nicht Doppel-s)- ich meine, ich habe da nicht so die Erfahrung mit, aber ich denke doch dass man das Spiel sehen möchte und nicht in die Glotze schauen, sonst würde man doch kaum hingehen, oder? Ähnliches trifft für doch die Arbeit zu. Und wer beim Camping einen Fernseher braucht sollte sich gleich ein Luxusmobil anschaffen, da ist so ein Gerät meist gleich im Lieferumfang enthalten und schalldicht verpackt, so nervt man wenigsten keine rechtschaffenen Mitcamper. Und man stelle sich nur die vielen Unfälle vor, liefe jeder Jogger mit einem Mini-TV-Gerät vor der Nase durch die Gegend, wogegen die meisten Fitnessstudios schon ihren Riesen-Flat-Screen an der Wand hängen haben.
Ts, Kinder mit eigenem Fernseher, wo kommen wir denn da hin? Verdummt und abgestumpft, so stelle ich mir auch gerade die nächste Generation vor. Gute Nacht, Menschheit.