Sonne und Spatzen
Man schicke zwei Schwestern alleine in eine Großstadt und man habe viel Spaß.
Den hatten wir jedenfalls definitiv. Am Sonntag wurden wir von unserem Nachbarn zum Treffpunkt Autobahnausfahrt gefahren. Seine kleine Tochter saß mit im Wagen.
Sie:”Wer holt euch ahab?”
Ich:”Ein Mann der uns mit nach Berlin nimmt.”
Sie:”Kennt ihr den Mann?”
Ich:”Nein, wir haben uns noch nicht getroffen.” (War vielleicht nicht die beste Antwort die man einer 6jährigen geben kann)
Sie, nach kurzem Überlegen:”Fahrt da besser nicht mit, der Mann ist bestimmt böse!” und schlug vor, Papa könnte uns ja nach Berlin bringen.
Zum knuddeln
Wir sind trotzdem mitgefahren und der Mann war höchstens in der Beziehung böse, als dass er sich überdurchschnittlich gut für die Fahrt bezahlen ließ.
Abends haben wir dann im Hostel eingecheckt das unterdurchschnittlich günstig war, dafür gab es kein Frühstück. Und leider ein Zimmer zu einer Hauptdurchfahrtsstaße raus
Und die Küche lud auch nicht gerade zum Kochen ein, dafür war der Rest ganz passabel, ich hab jedenfalls schon schlimmeres gesehen und aushalten müssen. Und wer muss schon kochen wenn die Hälfte des Gepäcks das mitgebrachte Obst ausmacht, welches wir dann auch genüsslich im Charlottenburger Schlosspark verspeist haben
Überhaupt, das Wetter war herrlich!
Obwohl wir ziemlich früh ins Bett sind kamen wir doch wenig zum Schlafen was zu Teilen an der Hitze, der Straße und dann den hupenden Konvois zu Ehren der siegreichen Deutschen Fußballlmanschaft lag
Lange Rede, kurzer Sinn – mein Schwesterherz ist leider nicht an der Schule aufgenommen worden, diese Ehre wurde 3 der anderen 18 Berwerber zuteil. Und trotzdem haben wir uns noch einen wunderschönen Montag gemacht.



