Nina Blazon: Faunblut
Mein 14-jähriges Cousinchen
hat praktischerweise genauso ein Faible für Phantasie-Romane wie ich und brachte mir dieses Buch bei ihrem Besuch im Herbst mit.
Echos sind in der Stadt unterwegs, jene Wesen, über die abends Schauergeschichten erzählt werden. Aber Jade kann das marmorne Gesicht und die blauen, traurigen Augen des toten Echos in der alten Stadt nicht vergessen und beginnt, an den Geschichten zu zweifeln. Und was führen die seltsamen Gäste der Stadtherrin Lady Mae im Schilde?
Nina Blazon entwirft in ihrem Roman “Faunblut” eine wunderbare Stadt in der Gut und Böse vertauscht scheinen, Spiegelbilder ein Eigenleben entwickeln und Wasser eine ganz besondere Rolle zu haben scheint. Der Umschlag erweckt (meine) Neugierde, die Schrift ist groß und gut zu lesen. Nur der Titel ist irreführend; erst hielt ich ihn für eine schlechte Übersetzung, die Autorin ist jedoch Deutsche.
Insgesamt eine schöne Geschichte zum träumen die mich mit neuen Ideen überrascht hat (zugegebenermaßen ähneln sich viele Phantasiegeschichten doch sehr, aber ein Krimi besteht schließ auch immer aus den gleichen Grundelementen, oder?) jedoch eher für Jugendliche geschrieben.
Übrigens habe ich bei der Suche nach der Autorin gesehen, dass sie zusammen mit anderen deutschen Phantasieautoren eine Anthologie geschrieben hat mit dem schönen Titel “Fantastische Weihnachten”. Das liegt selbstverständlich inzwischen auf meinem nicht vorhanden Nachttisch

